Frankreich zu Besuch am Corvi
18. April 2026
Zum 22. Mal sind Gäste aus Magnanville am Corvi!
Von Mittwoch, 8. April, bis Samstag, 18. April, war es endlich so weit: Unser Frankreich-Austausch startete mit dem Besuch von 37 Gästen aus dem französischen Magnanville. Hier wird berichtet, was sie erlebt haben:
1. Tag, Mittwoch, 8. April 2026
Am Nachmittag hieß es: Ankommen am Bahnhof. Und tatsächlich – die Deutsche Bahn hat uns diesmal positiv überrascht: Um 17:01 Uhr rollte der Zug pünktlich ein. Unsere französischen Gäste wurden direkt am Bahnsteig mit selbstgemalten Plakaten, viel Lachen und mindestens genauso viel Aufregung empfangen.
Mit dabei sind in diesem Jahr 37 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 8 bis 10 mit ihren Lehrkräften Denis Marolle, Solenne Veillerobe, France Girolet und anfangs auch Austauschveteran Eric Font. Einige sind schon „Austausch-Profis“ und wissen genau, was sie erwartet – für andere ist alles neu. Gerade diese Mischung macht den Austausch aber jedes Mal besonders spannend.
Jetzt liegen zehn gemeinsame Tage vor uns mit vielen Begegnungen, neuen Eindrücken, kleinen Herausforderungen (Stichwort: Sprache im Alltag) und hoffentlich ganz vielen Momenten, die in Erinnerung bleiben.
2. bis 5. Tag, Donnerstag, 9. April bis Sonntag, 12. April 2026
Unterwegs, chic und mittendrin
Kaum angekommen, ging es direkt los: Am 9. April stand für unsere Gäste ein Ausflug nach Schloss Wilhelmshöhe auf dem Programm. Park, Aussicht, danach noch ein bisschen Kassel erkunden und shoppen. Kein sanfter Einstieg.
Am Freitag dann der offizielle Teil. Gemeinsames Frühstück, Begrüßung durch Herr Dönges, der daran erinnerte, wie viel Organisation hinter so einem Austausch steckt und dass ohne das Engagement von Lehrkräften und Eltern nichts davon möglich wäre. Danach wurde das Corvi erkundet und die Arbeit im Atelier Langue gestartet. Die ersten Ideen für die Sketche stehen, geprobt wird auch schon.
Abends wurde es dann weniger schulisch. Dresscode très chic. Disco in der Mensa. Die Outfits saßen, die Stimmung auch.
Das Wochenende lief ganz unterschiedlich ab, je nach Familie. Harz, Göttingen, Heide Park Resort, Hannover, Hamburg, Wolfsburg. Viel unterwegs, viele Eindrücke.
6. bis 10. Tag, Montag, 13. April bis Donnerstag, 16. April 2026
Austausch, Woche 2: Bahn-Pech, Sport und ein Harz-Highlight
Die Woche begann am Montag ganz ruhig mit dem Atelier Langue am Vormittag. In der fünften und sechsten Stunde nahmen unsere französischen Gäste außerdem am Unterricht teil. Den Nachmittag verbrachten sie mit ihren Austauschpartnerinnen und Austauschpartnern.
Am Dienstag stand der Ausflug nach Hildesheim auf dem Programm, begleitet von Frau Voigt. Diesmal zeigte sich die Deutsche Bahn leider nicht von ihrer besten Seite, sodass die Gruppe verspätet ankam. Trotzdem konnten die Schülerinnen und Schüler noch viele Eindrücke mitnehmen und Hildesheim mit seinem Fachwerk und den Kirchen erkunden.
Am Mittwoch ging es zunächst wieder ganz normal mit dem Atelier Langue und dem Unterricht weiter. Am Nachmittag wurde es dann sportlich. Herr Wode, Herr Schulz und Herr Suslik boten Handball und Badminton an, und auch Frau Lahme war mit einem Basketballangebot dabei. So konnten sich alle gemeinsam auspowern.
Ein besonderes Highlight des bisherigen Austauschs war dann sicher der Donnerstag. Zum ersten Mal haben wir einen gemeinsamen Ausflug mit allen Franzosen und Deutschen organisiert. Mit zwei Bussen ging es in den Harz nach Hahnenklee. Dort wurde zunächst die Stabkirche besucht, bevor sich die Gruppe auf eine längere Wanderung über den Liebesbankweg machte. Unterwegs wurde zwar auch mal ein bisschen gestöhnt, weil die Strecke doch länger war als vielleicht erhofft, aber am Ende waren alle ziemlich stolz auf die geschafften Kilometer.
Die beste Belohnung wartete sowieso zum Schluss: Beim Sommerrodeln waren wirklich alle mit Begeisterung dabei. Danach wurde sich noch gemeinsam im Restaurant mit Pommes gestärkt. Spätestens da war die gute Laune wieder komplett hergestellt.
Austausch-Finale:Bühne frei, Abschied und viel Emotion
Der Freitag stand ganz im Zeichen des Abschlusses. Am Vormittag wurde im Atelier Langue noch einmal konzentriert gearbeitet, letzte Szenen wurden geprobt und Details abgestimmt.
Um 17 Uhr begann dann der Abschlussabend in der festlich geschmückten Mensa. Viele Eltern waren gekommen, die Atmosphäre war entsprechend besonders. Für einen gelungenen Auftakt sorgte eine Überraschung von Frau Rühlmann: Gemeinsam mit den deutschen Schülerinnen und Schülern wurde ein Lied von Louane präsentiert, das im Vorfeld einstudiert worden war.
Im Anschluss richtete Schulleiter Herr Dönges einige Worte an alle Beteiligten und würdigte das Engagement von Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern. Auch Frau Lahme betonte noch einmal die besondere Bedeutung solcher Austauschprogramme. Die französischen Lehrkräfte, Monsieur Marolle, Madame Girolet und Madame Veillerobe, bedankten sich auf Deutsch für die gemeinsame Zeit, was mit viel Beifall aufgenommen wurde.
Dann gehörte die Bühne den Schülerinnen und Schülern: Die französische Gruppe präsentierte ihre Sketche und Choreografien zu deutschen Liedern. Es wurde viel gelacht, und der Applaus zeigte deutlich, wie gut die Aufführungen ankamen.
Im Anschluss blieb noch Zeit für Gespräche, das Buffet und einen letzten gemeinsamen Abend in den Familien.
Am nächsten Samstagmorgen traf sich die Gruppe um 9:15 Uhr am Bahnhof in Northeim. Der Abschied fiel vielen sichtbar schwer. Es flossen Tränen, und genau das zeigt, was diesen Austausch ausmacht: In kurzer Zeit sind echte Begegnungen und Freundschaften entstanden.
Am Abend kamen unsere französischen Gäste wieder zu Hause an und starten nun in ihre Ferien. Wir freuen uns schon jetzt auf das Wiedersehen im Juni.
Text, Fotos: Verissimo






