Zu Besuch in Andalusien

23. Mai 2026

10 Corvinianer:innen besuchten im Mai erstmals im Rahmen eines Schulaustauschs das spanische Écija. Bei Besuchen in Córdoba, Sevilla und Málaga, einem Flamencoworkshop, im Unterricht und im Familienleben vertieften die Reisenden ihre im Februar in Northeim geschlossenen Freundschaften. Hier gibt es Berichte von den Teilnehmenden.

Anreise und Ausflug Málaga

03.-04.05.2026

Während unseres Spanien-Austauschs begann die Reise nachts mit der Fahrt zum Frankfurter Flughafen. Von dort aus flogen wir nach Sevilla, wo wir gegen Mittag ankamen. Anschließend ging es mit dem Bus weiter nach Écija. Dort wurden wir herzlich von unseren Austauschpartner:innen und ihren Familien empfangen.

Nachdem wir unsere Sachen ausgepackt und uns etwas ausgeruht hatten, trafen wir uns abends wieder. Gemeinsam besuchten wir einen Burger-Cup, bei dem es Musik, Burger und eine tolle Stimmung gab. Am Montag, dem 4. Mai, machten wir einen Ausflug nach Málaga an den Strand.

Gemeinsam fuhren wir vormittags mit dem Bus dorthin. Am Strand breiteten wir unsere Sachen aus, entspannten uns und genossen das schöne Wetter. Einige spielten Fußball oder Volleyball, andere gingen ins Wasser oder spazierten am Strand entlang. Unsere Gastfamilien hatten uns Essen eingepackt, das wir dort gemeinsam gegessen haben. Am Abend trafen wir uns wie dann auch jeden Abend erneut alle zusammen und ließen den Tag gemeinsam ausklingen.

Text: Amilia Paluch & Melis Delikan

Churros in Écija

Am Dienstag startete unser erster richtiger Schultag in Écija. Zuerst gingen wir in die Schule, wo uns das gesamte Gebäude gezeigt wurde. Die Schule war deutlich kleiner als unsere Schule in Deutschland und wirkte insgesamt etwas älter. Danach durften wir noch kurz am Unterricht einer Klasse teilnehmen. Dabei fiel uns besonders auf, dass der Unterricht ganz anders ablief als bei uns. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten viel in Gruppen zusammen und die Schüler hatten ein viel besseres Verhältnis zu ihren Lehrern und Lehrerinnen.

In der Pause bekamen wir außerdem ein typisch spanisches Frühstück. Es gab Churros mit Schokoladensoße, was allen sehr gut geschmeckt hat.

Am späten Nachmittag machten wir schließlich noch eine Stadtführung durch Écija. Dort erfuhren wir viele interessante Dinge über die Geschichte der Stadt und konnten viele schöne Orte sehen. Obwohl die Führung spannend war, war es manchmal schwierig, alles zu verstehen, da der Guide nur Spanisch sprach. Trotzdem war der Tag für uns alle eine tolle und interessante Erfahrung.

Stadtführung in Écija.

Text: Johann Raith & Theo Nemeth

Besuch in Córdoba

Unser Besuch in Córdoba am Mittwoch, 06.05.2026, war ein besonderes Erlebnis während des Spanisch-Austauschs. Früh am Morgen machten wir uns mit dem Reisebus auf den Weg in die andalusische Stadt, die für ihre Geschichte, ihre engen Gassen und ihre beeindruckende Architektur bekannt ist. Schon bei unserer Ankunft fiel uns die besondere Atmosphäre der Altstadt auf.

Die Austauschgruppe vor der Mezquita-Kathedrale im spanischen Córdoba.

Gemeinsam mit unserem Lehrer Herr Suslik erkundeten wir die kleinen, verwinkelten Straßen Córdobas. Da er selbst dort für ein Jahr studiert hatte, konnte er uns viele persönliche Eindrücke und interessante Informationen über die Stadt vermitteln. Besonders beeindruckend waren die berühmten Patios (kleine Innenhöfe) die von den Familien privat gepflegt und mit unzähligen Blumen geschmückt werden. Bei dem warmen Wetter und der ruhigen Stimmung wirkte dieser Ort fast wie aus einem Film.

Außerdem probierten wir in einer kleinen Seitenstraße leckere traditionelle spanische Churros. Anschließend besuchten wir die Mezquita-Catedral, das bekannteste Wahrzeichen Córdobas. Vor allem die vielen rot-weißen Bögen und die besondere Architektur des Gebäudes hinterließen bei uns einen bleibenden Eindruck.

Bevor wir langsam zurückgingen, hatten wir noch etwas Freizeit, um die Stadt selbst zu erkunden und die Atmosphäre zu genießen. Der Tag in Córdoba hat uns nicht nur die spanische Kultur und Geschichte nähergebracht, sondern uns auch viele schöne Erinnerungen hinterlassen.

Text: Elsa Seeger & Anna Muß

Kopernikus und Flamenco

Am Donnerstag hatten wir unseren zweiten Schultag in Spanien. In der ersten Stunde nahmen wir am Unterricht teil und behandelten im Mathematikunterricht das Thema „Körper“.

Danach sahen wir gemeinsam mit den französischen Austauschschülern ein Theaterstück über Nikolaus Kopernikus, der bewiesen hat, dass sich die Erde und die Planeten um die Sonne bewegen. Das Stück wurde anlässlich des 25-jährigen Schuljubiläums aufgeführt, und auch das Fernsehen war vor Ort. Einige von uns wurden interviewt und das Interview wurde später in ganz Écija ausgestrahlt.

Im Anschluss nahmen wir an einem Flamenco-Workshop teil. Dort lernten wir den richtigen Rhythmus beim Klatschen und Tanzen kennen und bekamen typische Musikinstrumente vorgestellt. Außerdem durften einige von uns traditionelle Trachten anprobieren.

Am Nachmittag hatten wir einen freien Nachmittag in unseren Gastfamilien. Abends trafen wir uns mit den französischen Austauschschülern und den Lehrkräften zum Burger essen und gingen danach noch mit unseren Austauschpartner gemeinsam Eis essen.

Text: Philipp Grothey & Adele Svensson

Ein Tag in Sevilla

Am Freitag, dem 08.05.2026, verbrachten die spanischen, französischen und deutschen Austauschschüler:innen ihren letzten gemeinsamen Tag in Sevilla.

Morgens gegen 8:15 Uhr trafen sich alle Austauschschüler:innen an der Schule „Nicolás Copérnico“. Gegen 8:30 Uhr waren alle abfahrbereit. Bereits auf dem Weg nach Sevilla herrschte im Bus eine ausgelassene Stimmung. Alle saßen neben ihren Freund:innen und neuen Bekanntschaften, die sie während der bisherigen Austauschzeit kennengelernt hatten. Gemeinsam wurde fröhlich geredet, Musik gehört oder kleine Kartenspiele gespielt. Die Vorfreude auf den Tag in Sevilla stieg dabei immer weiter an. Während der Fahrt kamen wir außerdem an der berühmten Brücke „Puente de Alamillo“ vorbei, die von dem spanischen Architekten Santiago Calatrava entworfen wurde.

Nach einer einstündigen Fahrt kamen die Schüler:innen schließlich in Sevilla an. Zunächst wurde ein schönes Gruppenfoto mit der Skyline Sevillas im Hintergrund gemacht, um den bereits gelungenen Tag festzuhalten, bevor der erste Programmpunkt begann.

Auf dem Plan stand eine von den spanischen Schüler:innen geführte Stadttour durch Sevilla. Gemeinsam liefen alle in die Innenstadt. Auf dem Weg dorthin wurden mehrere kleine Stopps eingelegt, bei denen die Schüler:innen mehr über die Stadt und ihre Kultur erfuhren. Unter anderem kamen sie am Viertel Triana sowie am Torre del Oro vorbei. Auf dem Fluss Guadalquivir konnten die Schüler:innen auf Höhe des Torre del Oro zudem die Vorbereitungen für ein Konzert der berühmten spanischen Sängerin Rosalía beobachten. Nach weiteren kurzen Stopps zum Bewundern der Umgebung ging es weiter in Richtung Innenstadt.

Unterwegs begegneten uns viele Pferdekutschen, die typisch für Sevilla sind. Außerdem konnten wunderschöne Springbrunnen und beeindruckende Monumente bestaunt werden.

In der Innenstadt angekommen, besichtigten wir die Giralda beziehungsweise die Kathedrale von Sevilla. Die Giralda zählt zu den bedeutendsten Bauwerken der Stadt und beeindruckte alle Teilnehmer:innen. Nach einer kurzen Einführung gab es eine einstündige Pause, in der die Schüler:innen den Platz eigenständig erkunden konnten.

Die Austauschgruppe mit Hendrik Suslik auf der Plaza de España in Sevilla.

Anschließend ging es weiter zum eigentlichen Ziel der Reise: dem Plaza de España. Auf dem Weg dorthin wurden weitere kleine Stopps in einem Park sowie vor bedeutenden Gebäuden gemacht, über die die Schüler:innen zusätzliche Informationen erhielten.

Endlich angekommen, bot sich den Schüler:innen am Plaza de España ein überwältigender Anblick: ein historisches Gebäude, umgeben von Wasseranlagen, Parkflächen und Springbrunnen. Nach einer kurzen Informationsrunde und einem gemeinsamen Gruppenfoto konnten alle die Umgebung drei Stunden lang in Kleingruppen auf eigene Faust erkunden.

Nach diesen drei Stunden, in denen sowohl der Park als auch die Innenstadt Sevillas erkundet wurden, trafen sich die Schüler:innen wieder. Gegen 16:30 Uhr wurden sie schließlich mit dem Bus aus Sevilla abgeholt.

Auch auf der Rückfahrt war die Stimmung ausgelassen. Die Schüler:innen hörten Musik, unterhielten sich viel und spielten gemeinsam kleine Kartenspiele.

Zu Hause angekommen, hatten alle zunächst etwas Zeit zum Ausruhen, bevor sie sich gegen 18:00 Uhr erneut zum gemeinsamen Abschiedsessen trafen. Zusammen mit den spanischen, französischen und deutschen Austauschschüler:innen verbrachten alle einen schönen letzten Abend, bevor sie müde, aber zufrieden schlafen gingen und sich für den nächsten und letzten gemeinsamen Tag in den Gastfamilien erholten.

Text: Sophia Wagner & Marlena Schäfer

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