Nasse Socken, reine Rhume

1. Juni 2026

Der Q1-Bio-Kurs BigA37 startete mit tollem Wetter, Elan und Tatendrang in den Juni. Nach einem aufreibenden Kampf durch den „Northeimer Dschungel“ offenbarte sich schließlich im schönen Auewäldchen unser Exkursionsort an der Rhume.

Nachdem die Gummistiefel angezogen waren, begaben wir uns auf die Suche nach Wassertierchen und bestimmten die einzelnen Aspekte der Gewässergüte. Nach Feststellung einer optimalen Gewässergüte (ökologische Zustandsklasse 2) unserer heimischen Rhume kehrten wir mit neuen Erkenntnissen, nassen Socken und leeren Bäuchen zurück zum anstehenden Nachmittagsunterricht.

Text: Julia Werner, Maria Kleine, Mia Blazevic, Pia-Marie Risse, Hannes Nolting, Santiago Cogollo und Johannes Gareiß; Fotos: Westermann

Mit Käschern und Koffern an der Rhume - Exkursionsbericht des BigA27

3. Juni 2026

7:45 Uhr - am Corvinianum bepackten motivierte Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihrer Biolehrerin Frau Schatz-Anders ihr Auto. Kisten voller Gläser, Klemmbretter, Becher und Geräten zur Messung wurden verladen. Angekommen bei der Holzbrücke über der Rhume bei den Kleingärten am Lohgraben setzte die Exkursionsgruppe ihren Forschungsweg fort. 14 an der Zahl liefen durch das Wäldchen, über Baumpfähle hinweg und durch Matschpfützen hindurch. Dann sind sie an ihrem ersehnten Ziel, einem kleinen Nebenarm der Rhume, angekommen.

Das Equipment wurde abgeladen und unsere Exkursionsleiterin gab den jungen Forscherinnen und Forschern das Go. In Kleingruppen wurden drei verschiedene Aspekte der ökologischen Gewässergüte untersucht. Für die Gewässerstrukturgüte wurden Werte für beispielsweise die Uferstruktur, -bewuchs, Gewässerverlauf oder die Breite des Gewässerrandstreifens fünf Zustandsklassen (1: sehr gut, 5: sehr schlecht) zugeordnet. Mithilfe von Untersuchungskoffern wurden chemische Parameter wie Ammonium, Nitrit oder Phosphat, der ph-Wert, die Leitfähigkeit oder Temperatur ermittelt, welche wieder den obigen Zustandsklassen zugewiesen worden. Der letzte Aspekt, die biologische Gewässergüte, hat den Forschenden wohl am meisten Freude bereitet. Mit Käschern und Sieben wurde der Untersuchungsabschnitt von oben bis unten abgegrast: kein Tier und keine Pflanze war mehr sicher. Mit höchster Präzision wurden die Namen anhand einer gegebenen Bestimmungsliteratur dokumentiert und nach der Häufigkeit eingetragen. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass für den untersuchten Nebenarm der Rhume eine mittlere Gewässergüte im Bereich 2 resümiert wurde, während der Hauptarm an den Kleingärten entlang eine Güteklasse zwischen drei und vier aufwies.

Durch die effiziente Arbeitsweise aller Gruppen konnte das Exqursionsteam frühzeitig ihren Arbeitsplatz im Grünen verlassen. Doch der Tag war noch nicht vorbei — nach einer wohlverdienten Pause trafen sich alle zur fünften Stunde wieder in dem eigentlichen Biologieraum des Kurses. Die Ergebnisse wurden besprochen und verglichen, um schlussendlich für die drei Aspekte der ökologischen Gewässergüte allgemeine Güteklassen festhalten zu können.

Gut gelaunt, mit Gummistiefeln voller Matsch, aber vielen neuen Erfahrungen, ging der Biokurs an diesem ereignisreichen Mittwoch nach Hause. Wir danken Frau Schatz-Anders für diesen tollen und angenehmen Exkursionstag!

Text, Fotos: Julia Alina Sabagh

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