Leistungskurs kritisiert Rhumephosphat

13. Juni 2026

Exkursion zu einem Seitenarm der Rhume: Ziel war es, die ökologische Gewässergüte des Fließgewässers zu bestimmen, welche wir seit einigen Wochen im Unterricht behandelt hatten. Dabei untersuchten wir das Gewässer anhand von drei verschiedenen Bewertungsbereichen: der chemisch-physikalischen Bewertung, der biologischen Bewertung sowie der Bewertung der Gewässerstrukturgüte.

Die ökologische Gewässergüte wird in fünf Zustandsklassen eingeteilt. Die Zustandsklasse 1 beschreibt einen sehr guten Zustand, während die Zustandsklasse 5 einen schlechten Zustand kennzeichnet. Je besser die Zustandsklasse ist, desto höher ist die ökologische Qualität des Gewässers.

Zunächst bestimmten wir die chemisch-physikalischen Eigenschaften des Wassers. Mithilfe eines Testkits wurden der pH-Wert sowie die Konzentrationen von Ammonium-, Nitrat-, Nitrit- und Phosphat-Ionen untersucht. Zusätzlich maßen wir die Leitfähigkeit des Wassers mit einem Leitfähigkeitsmessgerät sowie die Wassertemperatur mit einem Thermometer.

Für die biologische Bewertung untersuchten wir die Tierwelt des Gewässers. Mit Insektenkäschern sammelten wir verschiedene kleine Lebewesen in unserem repräsentativen Gewässerabschnitt und bestimmten diese anschließend. Da einige Tierarten besonders empfindlich auf Umweltbelastungen reagieren, lassen sich aus ihrem Vorkommen Rückschlüsse auf die Gewässerqualität ziehen.

Die Gewässerstrukturgüte wurde mithilfe einer Bewertungstabelle erfasst. Dabei wurden verschiedene strukturelle Merkmale des Gewässers und seines Umfeldes untersucht und bewertet.

Die Ergebnisse aller drei Untersuchungsbereiche wurden anschließend mithilfe einer Bewertungssonne zusammengeführt. Insgesamt konnte der Seitenarm der Rhume der Zustandsklasse 2 zugeordnet werden und befindet sich damit - bei allerdings sehr hohen Phosphatwerten - in einem guten ökologischen Zustand.

Neben den wissenschaftlichen Untersuchungen kam auch der Spaß nicht zu kurz. Besonders schön war es, einen Schultag einmal außerhalb des Klassenzimmers in der Natur zu verbringen. Auch der Hinweg sorgte mit einigen ungeplanten Zwischenstopps im Wald für gute Stimmung. Insgesamt arbeiteten alle engagiert mit und fanden die Untersuchungen sehr interessant. Die Exkursion war somit nicht nur lehrreich, sondern auch eine abwechslungsreiche und gelungene Erfahrung für den gesamten Kurs.

 

Text: Marlen Hümme, Q1; Fotos: Marlen Hümme, Koval

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