Grüße aus Frankreich

8. Juni 2026

Vom 2. bis 12. Juni 2026 sind 37 Schülerinnen und Schüler des Corvinianums Northeim zu Gast bei unserer Partnerschule in Magnanville. Der Gegenbesuch findet bereits zum 22. Mal statt und bietet viele Gelegenheiten, die französische Sprache anzuwenden, neue Freundschaften zu knüpfen und den Alltag in Frankreich kennenzulernen.

Nach einer zwölfstündigen Busfahrt erwartete uns am Dienstagabend ein herzlicher Empfang. Mit selbst gestalteten Plakaten und spürbarer Begeisterung begrüßten die französischen Gastgeber ihre Austauschpartner, bevor alle gemeinsam in die Gastfamilien aufbrachen.

Der Mittwoch startete mit einem gemeinsamen Frühstück in der Schulkantine sowie der offiziellen Begrüßung durch die Schulleitung und die französischen Lehrkräfte. Anschließend erhielten wir bei einer Schulführung erste Einblicke in den Schulalltag. Direkt danach begann die Arbeit im „Atelier Langue“: Dort entwickeln unsere Schülerinnen und Schüler eigene Sketche und arbeiten engagiert an ihren französischen Texten. Die französischen Austauschpartner kommen dabei immer wieder hinzu und unterstützen die Arbeit. Kreativität, Teamgeist und sprachliches Können spielen dabei eine zentrale Rolle.

Am Donnerstag stand der erste große Ausflug auf dem Programm: Paris. Nach der Fahrt mit RER und Metro begann unser Rundgang am Arc de Triomphe. Von dort führte der Weg über die Champs-Élysées bis zur Seine. Während einer Fahrt mit dem Bateau Mouche entdeckten wir die französische Hauptstadt vom Wasser aus und erlebten zahlreiche berühmte Sehenswürdigkeiten aus einer ungewohnten Perspektive. Ein weiterer Höhepunkt folgte mit dem Besuch des Eiffelturms. Von der dritten Etage aus eröffnete sich ein beeindruckender Blick über die Millionenmetropole. Am Abend kehrten wir voller Eindrücke nach Magnanville zurück.

Der Freitag gehörte erneut dem „Atelier Langue“. Später sorgte die traditionelle Austauschparty für beste Stimmung. Bei Musik und Tanz feierten unsere Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren französischen Gastgebern und knüpften neue Kontakte oder festigten bereits entstandene Freundschaften.

Das Wochenende verbringen die Schülerinnen und Schüler in ihren Gastfamilien. So erleben sie den französischen Alltag auf ganz unterschiedliche Weise: Einige besuchen Paris oder den Freizeitpark Astérix, andere fahren an die Küste oder genießen die Zeit mit ihren Gastgebern. Gerade diese persönlichen Begegnungen prägen den Austausch und machen ihn besonders wertvoll.

Schon die erste Woche hat eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig die deutsch-französische Freundschaft ist. Die Sprache bleibt dabei nicht auf den Unterricht beschränkt, sondern wird im täglichen Miteinander ganz selbstverständlich genutzt. Mit großer Vorfreude blicken wir nun auf die zweite Hälfte unseres Aufenthalts und auf viele weitere gemeinsame Erlebnisse.

Nach dem Wochenende in den Gastfamilien startete die zweite Woche des Austauschs erneut mit der Arbeit im „Atelier Langue“. Am Montagnachmittag stand dann Bewegung auf dem Programm: Bei einer „rencontre sportive“ traten deutsche und französische Schülerinnen und Schüler gemeinsam in gemischten Teams an. Fußball, Basketball und Völkerball sorgten für viel Spaß und zahlreiche Gelegenheiten, auch außerhalb des Unterrichts miteinander ins Gespräch zu kommen.

Am Dienstag führte ein Ausflug in die normannische Stadt Caen. Dort erkundeten wir die beeindruckenden Schlossanlagen, die bis auf Wilhelm den Eroberer zurückgehen. Anschließend blieb Zeit, durch die Innenstadt zu bummeln, den Hafen zu entdecken und das eine oder andere Souvenir zu erwerben.

Der Mittwoch begann mit dem letzten „Atelier Langue“, in dem die Gruppen ihre Sketche fertigstellten. Am Nachmittag trafen sich die deutschen und französischen Schülerinnen und Schüler an der Seine zu einem gemeinsamen Sportnachmittag. Beim Drachenbootfahren und Kanufahren waren Teamgeist und Koordination gefragt, während die Wartenden die Zeit mit einer Partie Volleyball verbrachten. Für viele gehörte dieser Tag zu den schönsten Erlebnissen des Austauschs.

Am Donnerstag stand schließlich der zweite und letzte Ausflug nach Paris auf dem Programm. Früh am Morgen ging es nach Montmartre, wo auf den Stufen der Basilika Sacré-Cœur das traditionelle Gruppenfoto entstand. Anschließend blieb Zeit, die kleinen Geschäfte und Souvenirläden des Viertels zu erkunden. Danach führte der Weg zum Louvre. Die berühmte Glaspyramide erwies sich dabei einmal mehr als beliebter Treffpunkt für Gruppenfotos und vermutlich auch als Hintergrund für die eine oder andere Instagram- oder Snapchat-Story. Den Abschluss des Aufenthalts in Paris bildete ein Bummel durch das Viertel rund um Les Halles und das Centre Pompidou, bevor es am frühen Abend zurück nach Magnanville ging.

Dort wartete bereits der feierliche Abschlussabend. Auf der Bühne präsentierten die Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse ihrer Arbeit im „Atelier Langue“. Eltern, Gastfamilien und Lehrkräfte erhielten dabei einen Einblick in die Kreativität und den Einsatz der Teilnehmenden. Im Anschluss bot ein von den Familien vorbereitetes Buffet-Apéro den passenden Rahmen für viele Gespräche, Erinnerungen und Dankesworte, bevor der Austausch langsam seinem Ende entgegenging.

Am Freitagmorgen hieß es schließlich Abschied nehmen. Nach vielen Umarmungen, letzten Erinnerungsfotos und dem Versprechen, in Kontakt zu bleiben, machten sich die 37 Schülerinnen und Schüler des Corvinianums auf den Heimweg. Nach einer langen Busfahrt erreichten wir am Abend wieder Northeim – mit vielen neuen Eindrücken, gestärkten Sprachkenntnissen und zahlreichen deutsch-französischen Freundschaften im Gepäck.

Der Austausch 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie wertvoll persönliche Begegnungen sind. Er schafft Erinnerungen, die weit über den Unterricht hinausreichen, und macht die deutsch-französische Freundschaft für junge Menschen unmittelbar erlebbar.

Text, Fotos: Verissimo

Der Austausch 2025, 2024, 2023, 2019, 2018, 2017, 2016, 2015 und 2014.

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